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Sigena

 
Initiale

ine Liebesgeschichte lässt Nürnberg aus dem Dunkeln des Mittelalters in die Geschichte treten. Richolf, ein Adeliger im Dienste von Kaiser Heinrich III., hat sich in seine Leibeigene verliebt. Ihr Name war Sigena. Leibeigene waren nichts anderes als Sklavinnen und so konnte Richolf mit ihr keine freien Kinder zeugen. Der Kaiser schlägt dem Adeligen zum Zeichen ihrer Freisprechung eine Münze aus der Hand und so kann Richolf sie zur Frau nehmen.

Die Spuren des Paares verlieren sich, geblieben ist die Urkunde dieses Aktes: In ihr wird Nürnberg erstmals urkundlich erwähnt. Es geschah am 16. Juli 1050.

Nur im Zimmer 42 des Hotel Drei Raben finden sich Spuren: die Originalurkunde, die Geschichte an der Wand und... ja: Sigena selbst.