Die Zeitmaschine

Mythenzimmer

Es war eiförmig und schlug wie ein Herz.

Vor langer Zeit schuftete ein Nürnberger Schlossermeister Tag und Nacht in seiner Werkstatt. Man sagte, er sei verrückt geworden. Seine Frau wurde bemitleidet und begafft. Eines Sonntags trat sie in die Werkstatt und tadelte ihn, weil er sogar am Tag des Herrn arbeitete. Er lief scheltend hinaus. Sie blieb weinend zurück. Da wurde sie des Schränkchens gewahr, in dem das Werk des Gatten verborgen war. Er hatte vergessen, es abzuschließen. Sie nahm ein winziges Etwas heraus. Es war eiförmig und schlug wie ein Herz. Die Frau erschrak. Es lebte! Der Teufel mußte mit ihrem Manne im Bunde sein. Sie warf das Ding auf den Tisch und schlug mit einem Hammer darauf ein, bis es in tausend Stücke zerborsten war.

Als sie sich umdrehte, stand der Mann hinter ihr. Schluchzend bat sie um Verzeihung. Doch er sagte: "Heute nacht werde ich von vorne beginnen. Es war ein Teufelswerk. Bete für mich, dass ich der Verlockung diesmal widerstehen kann." Die Frau verstand. Sie ging in die Küche, um zu beten. Der Schlosser begleitete sie für einen Augenblick. Da ließen sich wie aus dem Nichts drei schwarze Raben auf dem Boden neben dem zerborstenen Etwas nieder, pickten die Teile auf und verschwanden in der Dunkelheit. Als der Meister wiederkam, dachte er nicht mehr an das unvollendete Werk und begann seine Arbeit von neuem.

Am nächsten Morgen war es vollendet. Die Nürnberger zogen in das Rathaus, wo die Erfindung des Peter Henlein vorgestellt wurde. In einem Glaskasten lag eine zarte tickende Uhr, so klein, wie sie noch nie ein Mensch gesehen hatte. Sie wurde bald berühmt als "Nürnberger Ei".

Viele hundert Jahre später verbrachte ein Zugereister aus Fürth die Nacht im Hotel Drei Raben, als er um die Mitternachtsstunde plötzlich ein Geräusch vernahm. Drei Raben ließen sich wie aus dem Nichts auf dem Boden seines Gastzimmers nieder, während aus ihren Schnäbeln wunderliche Teilchen fielen.

Sie begannen zu sprechen und erklärten dem Fremden, was es damit auf sich hatte. Der Fürther war ein gebildeter Ingenieur des Maschinenbaus und verstand. Am nächsten Morgen hatte er die kleine Maschine zusammengesetzt und in Betrieb genommen.

Am 21. Januar 2070 erschauerte die Welt vor jener neuen Nürnberger Erfindung, auf die die Menschheit tausende von Jahren fiebernd gewartet hatte: die Zeitmaschine. Niemand weiß, dass es die drei Raben von Nürnberg waren, die schon vor Jahrhunderten dem Peter Henlein die Kunde von der Ewigkeit gebracht hatten und die nun dem Fürther Gast zur größten Nürnberger Erfindung aller Zeiten verhalfen.

Diese Zeilen können Sie im Hotel Drei Raben in Zimmer 13 an der Decke entziffern. Die Geschichte von Peter Henlein erzählen die drei Raben in Zimmer 21. Aber nur im Zimmer 13 wird das eigentliche Geheimnis von Peter Henlein offenbart: die Uhr war eine Zeitmaschine und wird einer der großen Nürnberger Mythen der Zukunft sein.

Doppelzimmer

Die drei Raben erzählen in jedem Zimmer mittels Schrift, Accessoires und Sandsteinreliefs eine andere Geschichte aus der Welt der Nürnberger Mythen.

  • ca. 20qm 
  • Doppelbett
  • Badezimmer
  • Verschiedene Aussichten
  • Nichtraucher
  • Breitband-Internetzugang 
  • Kabel-/Satellitenfernsehen 
  • Schreibtisch 
  • Täglicher Zimmerdienst 
  • Klimatisiert 
  • Bademäntel vorhanden 
  • Flachbildfernseher 
  • Toilettenartikel (inklusive) 
  • Zimmerservice 
  • WiFi 
  • Kostenlose Zeitung 
  • Föhn 
  • Heizung 
  • Minibar 
  • Aufzug 
  • Eigenes Badezimmer 
  • Zimmertresor 
  • Dusche
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